Industrie 4.0

Deutschland, wie hältst du’s mit der Digitalisierung?

Bislang galt China als Schrittmacher der digitalen Revolution: Politisch stark gefördert – so die weit verbreitete Meinung von Experten und Medien – schreitet die vierte industrielle Revolution durch die Vernetzung im Internet of Things (IoT) und den Einsatz von Industrierobotern dort schneller voran als in der westlichen Welt. Vor allem deutsche Unternehmen befürchten, dass die Konkurrenz aus dem fernen Osten dem Primus der innovativen Ingenieurskunst den Rang abläuft – ein Trugschluss wie eine aktuelle Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt.

Industrie 4.0 kein Hype mehr, sondern Realität

Demnach sind Unternehmen in Deutschland und Japan bei der Prozessdigitalisierung und der Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette am weitesten. In einer internationalen Industrie 4.0 Studie hat das Beratungsunternehmen mehr als 2.000 Unternehmen in 26 Ländern zum Status quo und zur Zukunft der Digitalisierung befragt. Das Ergebnis zeichnet rosige Aussichten: Ihren eigenen Digitalisierungsgrad beziffern die Befragten heute schon auf 33 Prozent. In fünf Jahren soll er auf 72 Prozent steigen. Vorreiter sind laut der Studie Deutschland, Japan und die USA.


Champions League oder doch eher Kreisklasse?

Zu einem ganz anderen Ergebnis kommt die Studie des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Laut VDE-Trendreport 2016 Internet of Things / Industrie 4.0 sind hierzulande acht von zehn Firmen besorgt, dass Deutschland im Innovationswettlauf nur noch „in der Kreisliga spielt“. Vorreiter sind die USA und Asien. Europa ist Schlusslicht. Deutschland halten nur 7 Prozent der Befragten für gut aufgestellt. Erfolgsentscheidend sei der flächendeckende Breitband-Ausbau. Dann – da sind sich die befragten VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen einig – könne Deutschland zu Amerika und Asien aufschließen.

 

 

 

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