Hybrid Cloud
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Private Cloud oder Public Cloud? Hybrid Cloud!

Public Cloud wird immer attraktiver

Cloud Services sind aktuell sehr günstig: So bietet Microsoft mit dem Office 365 E3 Plan ein Produkt mit 50 GB Speicherplatz pro Mailbox für 18,20 Euro pro Monat an. Ein unschlagbarer Preis für den gebotenen Leistungsumfang. Die Nutzung solcher Public Cloud Services setzt aber unter anderem voraus, dass eine ausreichend dimensionierte Internetanbindung verfügbar ist, um die Dienste von Microsoft in der Public Cloud zu erreichen. Die Internetanbindung ist deshalb bei allen Public Cloud Services eine sehr wichtige Komponente, um die Dienste problemlos konsumieren zu können.

Anwendungsszenario zeigt Probleme bei der Nutzung einer Public Cloud

Ein typisches Anwendungsszenario für eine Public Cloud ist die hybride Bereitstellung einer E-Mail-Infrastruktur: Ein Unternehmen nutzt Office 365 bzw. Exchange Online für die E-Mail-Kommunikation und hat Niederlassungen in Gegenden ohne Breitband-Internetzugang (<1 Mbps). Verschickt der Niederlassungsleiter innerhalb eines solchen Standortes beispielsweise allen 20 Mitarbeitern die aktuelle Firmenpräsentation, etwa eine 10 MB große PowerPoint-Datei, per E-Mail, wird diese über die Internetanbindung in die Microsoft Cloud gesendet und dann über die gleiche Internetanbindung 20-fach an alle Mitarbeiter zugestellt. Dieser Vorgang dauert zirka 20 bis 30 Minuten. In dieser Zeit ist keine andere Internetkommunikation uneingeschränkt möglich. Das heißt, der Zugriff auf ein zentrales SAP-System kann nicht erfolgen, was die Produktivität der Mitarbeiter extrem reduziert.

Bei einem solchen Szenario bietet es sich an, dass in diesen Standorten vor Ort ein dedizierter Exchange Server betrieben wird. Pro Anwender wird entschieden, ob sein E-Mail Postfach „in der Cloud“ bei Exchange Online oder „On-Premise“ auf dem lokalen Exchange Server liegen soll. Dadurch bleibt die gesamte interne Kommunikation innerhalb des Standortes und zentrale Dienste wie SAP sind uneingeschränkt nutzbar. Die Entscheidung, wo das E-Mail-Postfach liegt, wird anhand verschiedener Kriterien getroffen. Dabei sind unter anderem folgende Fragen zu berücksichtigen: Ist der Mitarbeiter auch im Außendienst tätigt? Soll der Mitarbeiter auch in anderen Standorten problemlos arbeiten können?

Das Beste aus zwei Welten nutzen

Es gibt also Gründe, die eine uneingeschränkte Nutzung von Public Cloud Services verhindern und den Betrieb eines Server Systems vor Ort erforderlich machen. Wenn ein Unternehmen über die Nutzung von Cloud Services nachdenkt, sollten in jedem Fall alle Einflussfaktoren berücksichtigt werden. Durch hybride Szenarien ist es möglich, das Beste aus zwei Welten zu nutzen – sowohl die „On-Premise Welt“ als auch die Cloud Welt. Man nimmt sich dadurch das Beste aus beiden Welten und muss keine Abstriche bei der Funktionalität hinnehmen.

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