Der deutsche Mittelstand ist mit seinen IT-Dienstleistern überdurchschnittlich zufrieden. Mit einer Beliebtheit von über 70 Prozent belegt sie Platz 3 von über 50 Branchen. Das stand kürzlich in der Wirtschaftswoche, die sich wiederum auf eine Studie des Marktforschungsinstituts ServiceValue bezieht.
Ein klares Lob für unsere Branche. Allerdings auch für die Kunden denn wer zufrieden ist, hat augenscheinlich die richtige Entscheidung getroffen.
Aber ich kann diese Zahl nicht lesen, ohne an die übrigen 30 Prozent zu denken. Denn die haben augenscheinlich ein Problem mit ausgerechnet der Disziplin, die das Rückgrat ihres Geschäftsbetriebs ausmacht.
Dreißig Prozent sind keine Randnotiz das sind viele Unternehmen, die mit ihrer IT offensichtlich irgendwie in einer Sackgasse stecken. Und wenn ich mich in meinem Umfeld umhöre, dann bekomme ich oft dieselben Gründe zu hören.
Echte Partnerschaften brauchen Augenhöhe
Es ist selten die Technologie, an der es scheitert. SAP läuft, die Cloud funktioniert, die Server arbeiten zuverlässig. Was fehlt, ist etwas anderes. Viele Mittelständler berichten, dass sie sich von ihrem IT-Dienstleister nicht verstanden fühlen. Nicht technisch sondern geschäftlich. Dass Ansprechpartner ständig wechseln und jedes Mal von Neuem erklärt werden muss, wie das eigene Unternehmen tickt. Dass es an spezifischem Branchen-Know-how fehlt. Dass Lösungen vorgeschlagen werden, die auf dem Papier sinnvoll klingen, aber an der Realität des Betriebs vorbeigehen. Dass aus Partnerschaft irgendwann Verwaltung wird.
Ein Teil des Problems liegt in der Struktur der Branche selbst. Mittelständische Kunden landen häufig bei einem von zwei Dienstleistertypen.
Die großen Systemintegratoren bringen globale Ressourcen, standardisierte Prozesse und beeindruckende Referenzen mit. Aber ab einer gewissen Größe passiert etwas Unvermeidliches: Der einzelne Kunde wird zum Account. Das Team, das den Vertrag gewonnen hat, ist nicht unbedingt das Team, das das Projekt umsetzt. Es fehlt die Augenhöhe, das partnerschaftliche Miteinander kann verloren gehen. Das Wissen über den Kunden steckt (unvollständig) in Übergabedokumenten, nicht in den Köpfen der Menschen, die täglich mit ihm arbeiten.
Die kleinen Spezialisten auf der anderen Seite kennen ihre Kunden oft schon seit Jahren. Sie verstehen die gewachsenen Prozesse, die Eigenheiten, die Empfindlichkeiten. Aber wenn ein Projekt über zwei Standorte hinauswächst, wenn eine Multi-Cloud-Migration ansteht oder ein Carve-Out oder Rollout über Ländergrenzen hinweg umgesetzt werden muss, fehlen Reichweite und Schlagkraft. Beide Modelle haben ihre Berechtigung. Aber keines löst das Grundproblem: Wie bekommt ein ambitionierter Mittelständler echtes Verständnis und echte Leistungsfähigkeit?
Boutique @ Scale: Unternehmensstrategie und Herzensangelegenheit
Bei Syntax haben wir uns geweigert, uns für eine Seite zu entscheiden. Unser „Boutique @ Scale”-Ansatz mag sich für manchen erstmal nach Marketing anhören. Für uns ist er allerdings eine sehr konkrete und sinnstiftende Entscheidung, die wir jeden Tag treffen unsere bewusst gewählte und gelebte Unternehmensstrategie.
Wir sind über 2.800 Expertinnen und Experten weltweit. Mehr als 900 Kunden in 26 Ländern. Über 50 Jahre ERP-Erfahrung. Strategische Partnerschaften mit SAP, Microsoft, Oracle und AWS. Wenn ein Projekt komplex wird, haben wir die Struktur und die Tiefe, es zu bewältigen. Wir skalieren es auf jede erforderliche Größe ohne dabei persönliche Ansprache, Augenhöhe und Kundenorientierung zu verlieren. Boutique bedeutet dabei auch Konzentration auf die branchenspezifischen Bedürfnisse unserer Kunden. Beispiel Manufacturing: Wir sind keine Theoretiker, die Fabriken nur aus Videos oder oberflächlichen Führungen kennen. Wir wissen um die konkreten Anforderungen an der Linie. Wir sind vertraut mit den Herausforderungen von Anlagenbauern, Schichtleitern, Maschinenführern.
Maßanzug statt Stangenware
Gleichzeitig haben wir uns bewusst so organisiert, dass der einzelne Kunde niemals zur Nummer wird. Feste Ansprechpartner, die ihre Kunden oft seit Jahrzehnten kennen nicht aus dem Briefing, sondern aus der gemeinsamen Arbeit. Teams, die ein Projekt beginnen und es auch zu Ende führen. Und eine Beratung, die mit Zuhören anfängt, nicht mit Foliensätzen, getragen von persönlichem Engagement und echtem Interesse am Kundenerfolg. Natürlich haben wir Vorlagen, Best Practices, Basislösungen, in denen all die Erfahrung steckt, die unsere Kunden von uns erwarten. Am Ende erhält jedoch jeder Kunde in jedem Projekt genau den Maßanzug, der zu ihm passt. Nichts von der Stange. Kein Einheitsbrei. Und im Rahmen unseres Executive-Sponsorship-Programms hat jeder Kunde seinen persönlichen Syntax-Ansprechpartner auf Management-Ebene. Das verstehen wir unter Augenhöhe und Verbindlichkeit der persönliche Draht besteht nicht nur auf operativer, sondern auch auf strategischer Ebene. Die Ergebnisse unserer regelmäßigen Kundenzufriedenheitsumfragen beweisen, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Boutique@Scale ist nicht nur ein Versprechen, es ist nachhaltig messbar.
Familiäre Atmosphäre intern wie extern
Und hinter unseren Türen? In unseren Büros und Rechenzentren? Bei Syntax herrscht eine familiäre Atmosphäre. Freundschaftlich, offen, direkt. Das mag ungewöhnlich klingen für ein global tätiges Unternehmen mit Standorten auf mehreren Kontinenten. Aber genau das ist es, was unsere Kunden spüren. Und was dafür sorgt, dass aus Projekten Partnerschaften werden. Das ist keine Parole, die irgendwo an einer Wand hängt. Es ist etwas, das ich jeden Tag beobachte – in der Art, wie Probleme gelöst werden, wie Ideen entstehen, wie nach einem Go-Live gemeinsam gefeiert wird.
Data Sovereignty made in Deutschland und Kanada: Unabhängig von US-amerikanischer Gesetzgebung
In den letzten Monaten kommt in Gesprächen mit Geschäftsführern und CIOs regelmäßig ein Thema auf, das unmittelbar mit Zufriedenheit und Vertrauen zu tun hat, aber selten in Umfragen auftaucht: „Welcher Gesetzgebung unterliegt ihr eigentlich? Und wo stehen eure Rechenzentren?” Dahinter steckt mehr als technisches Interesse. Es geht um Datensouveränität. Um die Kontrolle über Konstruktionsdaten, Fertigungsprozesse, Kundenbeziehungen alles, was ein Industrieunternehmen im Kern ausmacht. In einer Zeit, in der geopolitische Verschiebungen plötzlich ganz konkrete Auswirkungen auf IT-Entscheidungen haben, ist das keine abstrakte Sorge. Syntax ist ein deutsch-kanadisches Unternehmen. Unsere zertifizierten Rechenzentren stehen in Deutschland. Unsere Muttergesellschaft hat ihren Sitz in Montreal, Kanada. Wir operieren damit unabhängig von US-amerikanischer Gesetzgebung, DSGVO-konform, im Rahmen von NIS2 und EU AI Act sowie vollständig transparent. Für den deutschen Mittelstand ist das keine Fußnote – es ist eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen, auf dem jede Partnerschaft aufbaut.
Die besten Partnerschaften beginnen mit einer einfachen Frage: Was treibt Sie um?
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