Was Unternehmen tun können, um Kostensteigerungen und unflexible Einsatzmodelle künftig zu vermeiden.
Viele Unternehmen, die ihre IT nach wie vor selbst im eigenen Rechenzentrum betreiben, stecken gerade in der Klemme. Seit der Übernahme von VMware stellt der neue Besitzer Broadcom das Lizenz- und Portfolio-Modell um. So gibt es jetzt beispielsweise keine Dauerlizenzen mehr für die weltweit am meisten verbreitete Virtualisierungsplattform vSphere, sondern nur noch Abonnements pro physischem CPU-Kern. Zudem wurden Einzellizenzen, klassische Renewal-Pfade und kleine passgenaue Einstiegsmodelle stark beschnitten. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie kleinere Rechenzentrumsumgebungen führt diese Neuausrichtung zu einem erheblichen Verlust an Flexibilität.
Noch mehr ins Gewicht fallen jedoch die daraus resultierenden Mehrkosten. Diese liegen laut Aussage eines Analysten von Constellation Research bei 50 bis 400 Prozent, wie das Fachportal Channelpartner.de schreibt. Die Computerwoche berichtet sogar von Kostensteigerungen zwischen 800 und 1500 Prozent, die aus einer Analyse des European Cloud Competition Observatory stammen. Die genauen Zahlen sind an dieser Stelle gar nicht so wichtig. Entscheidend ist die Größenordnung. Nicht zu vergessen, dass Virtualisierung schon in der Vergangenheit mindestens 10 Prozent des Software-Budgets ausgemacht hat. Die prozentualen Mehrkosten wirken sich also auf einen erheblichen Budgetposten aus. Wer ein Rechenzentrum (RZ) mit VMware betreibt, hat heute also weniger Flexibilität bei gleichzeitig erheblichen Mehrkosten. Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen ihre IT-Strategie deshalb überdenken. Der Wunsch nach maximaler Flexibilität und Autarkie, der viele bisher davon abgehalten hat, in die Public Cloud zu wechseln, ist mit einem Mal zum teuren Selbsterfahrungstrip geworden.
Letztlich stehen ihnen drei Exit-Strategien zur Verfügung. Sie können das eigene RZ weiter betreiben und VMware dort durch Alternativen ersetzen. Sie haben die Möglichkeit, ihre IT doch in die Public Cloud eines Hyperscalers zu verlagern. Oder sie migrieren in die Private Cloud eines IT-Dienstleisters wie Syntax, der für deutsche Kunden ausschließlich eigene RZ in Deutschland betreibt und der keiner US-amerikanischen Gesetzgebung unterliegt.
1. VM-Ware-Ablösung im eigenen RZ
VM-ware ist zwar unangefochtener Marktführer unter den Virtualisierungsplattformen, es gibt aber gleichwertige Alternativen auf dem Markt. Wer also gewichtige Gründe hat, seine Rechenzentren jetzt und auch in Zukunft selbst zu betreiben, kann VM-Ware durch einen anderen Hypervisor ersetzen und seine Kostenstruktur sowie seine Flexibilität damit wieder ins Lot bringen. Gartner zufolge dauern größere VM-Ware-Migrationen allerdings 18 bis 48 Monate und verursachen erhebliche Kosten, die erst einmal wieder hereingeholt werden müssen. Wir bei Syntax betreiben bereits ein diversifiziertes Portfolio an Hypervisoren und haben die Umstellung in unseren eigenen RZs erheblich schneller bewältigt. Dennoch sind Aufwand und auch Risiken eines solchen Projekts nicht zu unterschätzen. Zumal Unternehmen sich ehrlich die Frage stellen sollten, ob sie ihre IT noch langfristig selbst betreiben wollen und können. Das VM-Ware-Dilemma führt insofern zu einer wichtigen strategischen Richtungsentscheidung.
2. Verlagerung der IT zum Hyperscaler
Wer seine IT schon vor der aktuellen Debatte um Datensouveränität nicht an einen Hyperscaler übergeben wollte, der wird das in der Regel jetzt erst recht nicht tun. Intellectual Property, Compliance, langfristige Abhängigkeiten durch Vendor Lock-In die Gründe sind vielfältig und haben sich in den vergangenen Monaten eher verschärft als aufgelöst. Grundsätzlich aber kann die Abschaffung des eigenen RZ zugunsten einer Public-Cloud-IT natürlich ein Weg sein, sich mit Kosten und Strukturen von VM-Ware nicht mehr befassen zu müssen.
3. Migration in eine deutsche Private-Cloud-Umgebung eines deutschen IT-Dienstleisters
Die dritte Möglichkeit kann der Königsweg für viele Unternehmen sein, die der Cloud bisher aus Sorge um ihre Datensouveränität aus dem Weg gegangen sind. Mit den neuen Rahmenbedingungen rund um VM-Ware hat sich ihre Situation entscheidend verändert: Die Kosten-Nutzen-Relation des eigenen RZ hat sich zuungunsten der Betreiber verschoben. Der Bedarf und das Bedürfnis nach Kontrolle über die eigenen Daten, die Gewissheit, dass sie nicht in falsche Hände gelangen und nicht aus der eigenen Datenumgebung ausgesperrt werden zu können, bestehen mehr denn je. Vor diesem Hintergrund liefert eine Platform-as-a-Service (PaaS)-Lösung wie die Syntax Enterprise Cloud genau das, was augenblicklich vielen Unternehmen weiterhilft: die Vorzüge eines ausgelagerten Betriebs, ohne sich selbst um Lizenzvereinbarungen, Bezugsquellen oder technische Details kümmern zu müssen. Das ist dann (fast) wie beim Hyperscaler, mit dem entscheidenden Unterschied, dass der Betrieb in deutschen Rechenzentren eines deutschen Unternehmens läuft, das einzig und allein deutscher und europäischer Rechtsprechung unterliegt. Während Syntax die Betriebsverantwortung für SAP-Landschaften, Datenbanken und weitere geschäftskritische Systeme übernimmt, behalten Unternehmen im Sinne von Datensouveränität die volle Kontrolle über ihre Daten. Die Syntax Private Cloud erfüllt dabei höchste Sicherheits- und Compliance-Anforderungen und entspricht den Standards ISO 27001, TISAX Level 3, ISO 9001, ISO 20000 sowie ISAE 3402 / SOC 1 Type II.
Fazit
Jedes der drei vorgestellten Modelle hat seine Berechtigung. Und es mag sogar Unternehmen geben, die trotz Kostenexplosion und Flexibilitätsabbau einfach weitermachen wie bisher, ganz im Sinne von „never change a running system . Grundsätzlich sind die Veränderungen rund um VM-Ware allerdings so massiv, dass sie zumindest eine Entscheidung erfordern: Betroffene Unternehmen müssen sich jetzt mit der Frage auseinandersetzen, wie es weitergehen soll. Und wie so oft kann ein Schlag, der einen aus der Komfortzone befördert, auch Anlass für eine zukunftsweisende Kursänderung sein. Wir bei Syntax beherrschen alle Disziplinen. Wir modernisieren Rechenzentren. Wir unterstützen bei der Migration zum Hyperscaler. Wir haben unsere eigene Syntax Private Cloud. Wir beraten Sie auf dem Weg zu der für Sie optimal passenden Lösung nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Autor
