SAP on Azure Migration Schritt pro Schritt

So gelingt die SAP on Azure-Migration in drei Schritten

Public Cloud-Plattformen wie Azure etablieren sich in Unternehmen immer mehr als Betriebsumgebung für SAP. Doch der Umzug in die Cloud ist kein Projekt, das sich nebenbei erledigen lässt. Um den Prozessablauf ressourceneffizient zu gestalten und das das laufende Geschäft nicht zu beeinträchtigen, müssen Unternehmen die SAP on Azure-Migration in mehreren, bewährten Schritten angehen.

Migration Readiness Assessment

Im ersten Schritt wird der Ist-Zustand der aktuellen SAP-Umgebung komplett durchleuchtet. Die entscheidenden Fragen sind: Welche SAP-Anwendungen eignen sich für einen Betrieb in der Cloud? Welche müssen angepasst werden? Und gibt es eventuelle einige, die komplett abgelöst werden sollen?

Ein Assessment legt die Abhängigkeiten der einzelnen Systemlinien innerhalb der SAP-Gesamtlandschaft offen und bildet so die Grundlage für eine Priorisierung. Während Kernsysteme in jedem Fall migriert werden müssen, lohnt sich der Umzug einer veralteten Archivierungslösung beispielsweise selten. Auf Basis der Analyseergebnisse entsteht anschließend eine konkrete Migrationsstrategie für SAP on Azure.

Dabei unterscheidet man im Allgemeinen zwischen drei Varianten: Bei einer Transition werden die bestehenden SAP-Systeme homogen migriert, also ohne grundlegende Modifikationen via „Lift and Shift“ in die Cloud gebracht. Ist eine heterogene Migration geplant, gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen eine OS/DB-Migration auf ein neues Betriebssystem oder eine neue Datenbank. Zum anderen eine Konvertierung zu S/4HANA als zukunftssichere ERP-Lösung in der Cloud. Das geschieht meistens, wenn die SAP on Azure-Migration Ausgangspunkt einer umfassenden Modernisierung ist.

Um herauszufinden, welche dieser Migrationsstrategien letztlich am passendsten ist, sollten Unternehmen sie auch immer vor dem Hintergrund einer konsistenten, unternehmensweiten SAP-Strategie betrachten. Generell ist eine gute Planung in jeder Phase der SAP on Azure-Migration extrem wichtig – auch und insbesondere bei den folgenden beiden Schritten.

Migration Readiness Planning

Im zweiten Schritt steht die konkrete Planung der künftigen Cloud-Architektur im Mittelpunkt. Hier müssen sowohl strategische als auch praktische Aspekte berücksichtigt werden, damit die Vorteile der Public Cloud auch in der gewünschten SAP-Umgebung zum Tragen kommen.

Die strategische Perspektive

Auf der strategischen Seite stehen die Erwartungen an SAP on Azure und das entsprechende Betriebsmodell. Geht es ausschließlich um infrastrukturelle Aspekte wie Flexibilität und Skalierbarkeit? Dann gilt es, die genutzten IaaS-Dienste der Azure-Plattform optimal zu konfigurieren und einzusetzen. Soll der Umzug in die Cloud auch Basis für Innovation und neue, digitale Geschäftsmodelle werden? Vor allem dann lohnt es sich, einen versierten Partner an der Seite zu haben, um die Kombination mit PaaS- oder SaaS-Angeboten von Microsoft von Beginn an in die Planung einzubeziehen.

Darüber hinaus geht es auch darum zu definieren, welche Funktionen die geplante Cloud-Umgebung im Sinne des Cloud Adoption Framework (CAF) von Microsoft erfüllen soll – und ob die internen Ressourcen für einen reibungslosen Betrieb ausreichen. Denn ein Umzug in die Cloud erfordert, unabhängig vom Migrations- und Betriebsmodell, immer organisatorische Anpassungen und Änderungen. Auch hier hilft die Expertise von Profis, die die Cloud-Architektur mit den strategischen Zielen in Einklang bringen – und die Cloud-Umgebung im Rahmen von Managed Services idealerweise gleich betreuen und betreiben können.

Die praktische Perspektive

Zu den praktischeren Aspekten zählt die Auswahl der richtigen Tools für den Umzug von SAP nach Azure. Azure Migrate? SAP DMO? Oder vielleicht doch die Lösung eines Drittanbieters? Erfahrene Serviceprovider kennen das gesamte Spektrum und stellen einen maßgeschneiderten „Werkzeugkasten“ für die SAP on Azure-Migration zusammen.

Auch zu erwartende Kosten werden oft unterschätzt – denn Cloud heißt nicht automatisch günstiger. Gerade hochverfügbare Kapazitäten können schnell zu einem sprunghaften Anstieg der Ausgaben führen. Deswegen sollten Unternehmen hier ebenfalls mit Azure-Profis zusammenarbeiten, die alle eventuellen Kostenfallen kennen und eine realistische Kalkulation abgeben können, damit Effizienzvorteile nicht gleich wieder verpuffen.

Am Schluss der zweiten Phase sollte dann ein konkreter Migrationsplan existieren, der sämtliche Schritte der SAP-Migration auf die Azure-Plattform abbildet – bis hin zu einem konkreten Mapping auf Compute-Instanzen und Machine Sizes. Darüber hinaus empfiehlt sich eine Pilotmigration als Generalprobe, um böse Überraschungen beim eigentlichen Umzug zu vermeiden.

Arbeiten mit SAP on Azure Migration

Implementierung der SAP on Azure-Migration und kontinuierliche Verbesserung

Sind alle strategischen und technologischen Aspekte geklärt, geht es abschließend um die tatsächliche Migration von SAP-Daten und -Workloads in die Azure Cloud. Damit der Umzug entsprechend der gewählten Migrationsstrategie möglichst reibungslos funktioniert, unterstützen Microsoft Cloud Adoption Teams im Rahmen des CAF mit sogenannten Azure Landing Zones.

Diese vorab bereitgestellten Umgebungen zum Betreiben von Workloads in der Azure Cloud lassen sich auf Basis von Blaupausen an die in Schritt zwei erarbeiteten Ziele anpassen. Von Subscription-Modellen über virtuelle Maschinen und Netzwerke lassen sich diese „Landezonen“ dann individuell gestalten.

Der Abschluss dieser dritten Phase markiert den Schlusspunkt des initialen Umzugsprojektes, doch die SAP on Azure-Migration ist idealerweise nur ein erster Schritt. Sie schafft die Voraussetzung für eine Integration von SAP-Anwendungen und -Workloads mit Plattformressourcen und -services, die On-Premises nicht verfügbar und Ausgangspunkt für Innovationen und neue Synergieeffekte sind. Wie genau das aussehen kann, wird Thema eines unserer nächsten Blogbeiträge.

Ihr persönlicher Reisebegleiter in die Cloud

Wer sich bei seiner geplanten SAP on Azure-Migration an diesen drei Schritten zum Prozessablauf orientiert, hat gute Chancen auf Erfolg. Doch wer noch mehr aus seinen SAP-Anwendungen herausholen will, muss weiterdenken. Der Umzug in die Cloud bietet viel umfassendere Möglichkeiten als einen bloßen Wechsel der Betriebsumgebung, des Betriebssystems oder der Datenbank. Er sollte Kern einer zukunftsorientierten SAP-Strategie sein, die die Nutzung umfangreicher Plattformressourcen berücksichtigt. Hier hilft der professionelle Blick von außen. Deswegen: Sprechen Sie mit unseren Azure- und Cloudexperten. Wir begleiten Sie auf Ihrer Reise hin zum Intelligent Enterprise mit allen seinen Vorteilen.

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